Fußball in der Finanzklemme

Nicht erst seit Corona befinden sich viele Vereine und Clubs in der Finanzklemme. Während die großen Fußballvereine bei den Transfersummen nur so um sich werfen, sind es vor allem die Regionalclubs, die mit ernsten Problemen zu kämpfen haben und kaum Aufmerksamkeit bekommen.

Es scheint so, als ginge es heute beim Fußball nur noch um das Geld. Ein Ronaldo und Co. ist zwar zur Abwechslung mal ganz schön, aber seien wir doch einmal ehrlich. Der richtige Fußball wird in den kleinen Clubs gespielt. Da, wo sich die Fans mit den Spielern treffen, mitjubeln und eifern. Da, wo es wirklich noch um das Spiel geht, nicht um die große Kohle.

Was wird mit den Regionalclubs passieren

Einige der kleinen Vereine kennt das leidvolle Spiel: Das Geld geht aus, die Pleite kommt. Das haben schon viele der kleineren Clubs häufig erlebt. Die Unterstützung durch die Großen ist gering. Ein Bastian Schweinsteiger ist zwar ein Aushängeschild für das Marketing, mit dem richtigen Fußball hat das natürlich wenig zu tun.

Die aktuelle Situation, die Coronavirus-Krise, setzt den kleinen Vereinen noch einmal deutlich zu. Während die großen Clubs schreien, sie würden Millionen Verluste erleiden,  geht es bei den heimischen Sportplätzen wieder einmal ums Überleben. Staatliche Hilfen gibt es bislang nicht.

Die Probleme mit der Regionalliga sind groß,  von Krankheitsfällen bis hin zu wirtschaftlichen Einbußen. Für die kleinen Clubs ist die finanzielle Lage aber weitaus schlimmer. Gerade diese leben von nur wenigen Einnahmen und kleinen Unterstützungen. Da vielerorts bereits Ausgehsperren bestehen oder weitere Einschränkungen vorhanden sind, fallen die Einnahmen komplett weg, die laufenden Kosten aber bleiben. Schon vor der Virus-Krise war die finanzielle Lage sehr angespannt. Nun droht bei vielen das Aus.

Geld spielt immer eine Rolle

Bei den großen Vereinen geht es um Millionen. Die Einnahmen werden durch Tickets, Merchandising und zum Beispiel Fernsehrechte erwirtschaftet. Bei den kleinen Fußballvereinen entfallen die meisten Punkte.  Sie erhalten meisten Unterstützung durch Fans und Firmen vor Ort, die für ihre Werbung auf den Trikots ein wenig Geld in die Vereinskassen fließen lassen. Aber alles das fällt nun weg. Nach den neusten Erkenntnissen, wird Fußball wohl mindestens bis Ende des Jahres ausfallen.

Es gibt leider bis heute keine einheitliche Förderstruktur. Sport ist immer Ländersache und so wird es von Land zu Land sehr unterschiedlich geregelt. Einige Bundesländer haben großzügige Förderprogramme andere überhaupt keine. Dazu kommt ein recht kompliziertes Prozedere beim Antrag. Zudem ändern sich die Förderbedingungen in den einzelnen Bundesländern recht schnell. Zuletzt wurden die Änderungen vor allem durch den Klimadebatte angetrieben. Noch haben die Länder keine Auskunft gegeben, wie sie in der Corona-Krise, die jeden Tag viel Geld verbrennt, die kleinen Sportvereine unterstützen werden. Immerhin müssen die Mieten und Versicherungen ja weiter bezahlt werden und das, obwohl alle Einnahmen auf Wochen, vielleicht Monate einfach weggebrochen sind. Eine schnelle Unterstützung ist aber nicht in Sicht. Der Staat tut sich derzeit schwer mit der finanziellen Unterstützung, da jede Branche danach schreit.

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Über Tery Whenett

Tery fing mit 8 Jahren an, systematisch Fußballthemen zu sammeln und in einem Aktenordner aufzubereiten. Mit 16 unterhielt er eine Hargreaves-Fanpage und beginnt, unzählige Fußballartikel zu speichern. Und nun, zehn Jahre später, wird das geballte (Halb-)Wissen ausgebloggt.

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