Schlagwort-Archive: Klose

Diese sieben Nationalspieler sind nicht in Deutschland geboren

Die Nationalmannschaft wird diesen Sommer in Russland versuchen, die Weltmeisterschaft zum zweiten Mal in Folge und insgesamt zum fünften Mal zu gewinnen. Einige der Stammspieler der ersten Mannschaft haben eine doppelte Staatsbürgerschaft. Auch einige Nationalspieler, die Deutschland in der Vergangenheit vertreten haben, sind nicht dort geboren.

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Der ewige Klose

Es war der erwartete Abschied: Nicht nur, dass, sondern vor allem wie Miroslav Klose sich aus der Nationalmannschaft verabschiedet hat. Verkündet hat es der DFB, es gab keine Pressekonferenz, keine Zeitungskolumne, kein Interviewmarathon. Nein, Klose ging, wie es seinem Charakter entspricht: Leise, zurückhaltend, demütig. So kennt ihn Fußballdeutschland seit mehr als dreizehn Jahren, so wird es ihn in Erinnerung behalten. Ihn – und seine Tore.

71 an der Zahl hat er mit dem Adler auf der Brust erzielt und damit das geschafft, woran Generationen deutscher Stürmer gescheitert sind: eine Gerd-Müller-Bestmarke knacken. Auch hier zeigt sich sein Charakter: Nicht seine Quote beeindruckt (hier wird Müller wohl unerreicht bleiben), sondern seine Ausdauer und Professionalität, mit der er weit über eine Dekade auf höchstem Niveau Fußball spielen konnte. 32 seiner Länderspieltore erzielte er nach seinem 30. Geburtstag.

Rumpeln und Rio

Welch weiten Weg er seinen „Kadaver“ (Klose über Klose) geschleppt hat, zeigt ein Blick zurück auf sein Debüt.
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Weltmeister!

Als wir die ersten Gedanken an diesen Blog hatten, hatte Bayern gerade das zweite Champions League-Finale innerhalb von drei Jahren verloren und es wurden wie auch nach der EM 2012 Stimmen laut, dass die Generation Schweinsteiger eine unvollendete bleiben würde. Dennoch tummelten sich in Deutschland unfassbar viele richtig starke Fußballer und so wollten wir mit Zweierkette einen Blog gründen, der die Entwicklung dieser Spieler und Mannschaften bis zur Weltspitze mitverfolgen sollte. Dass kurz vor der endgültigen Umsetzung Heynckes‘ Bayern in einem deutschen Finale die europäische Krone holten, ließ dieses Ziel ein bisschen ins Leere laufen. Aber immerhin hatten wir ja noch unsere Nationalmannschaft unter einem Trainer, mit dem sie nie etwas gewinnen würde. Weiterlesen

Brasilien 1:7 Deutschland

Halbfinale: Gastgeber Brasilien gegen Deutschland – was im Vorfeld nach einem spannenden Fußballleckerbissen klang, entpuppte sich als ein Spiel, das zwar wenig spannend, dafür aber umso historischer war. Und das in vielerlei Hinsicht. Wo die heutige Sensationsgesellschaft schnell mit  Superlativen zur Hand ist, erscheinen alle zu schwach um dieses Spiel zu beschreiben. Doch, zum Glück, das Ereignis spricht für sich: 7:1. In einem WM-Halbfinale. Gegen Brasilien. In Brasilien.

Das muss man erstmal sacken lassen. Auch jetzt, einen halben Tag später, fällt es mir schwer, aus den vielen Aspekten, die man erwähnen müsste, die wichtigen herauszukramen – und die Emotionen, die dieses Spiel hervorgerufen hat, wehren sich gegen eine sachliche Analyse und wollen am liebsten nur GEEEEEEEEILLL!!!! schrei(b)en und sich die Highlights in Dauerschleife anschauen. Deshalb klammere ich mich zwanghaft an das gewohnte Muster – hier sind die drei wichtigsten Punkte aus dem Halbfinalspiel gegen Brasilien, etwas ausführlicher als sonst: Weiterlesen

Frankreich 0:1 Deutschland. Löws neuer Plan geht auf.

Deutschland steht im Halbfinale! Im ersten Viertelfinale der WM 2014 schlägt man Frankreich mit 1:0 – Hummels erzielt das goldene Tor. Für Löws Amtszeit war es ein völlig untypisches Spiel, das aber den Paradigmenwechsel für dieses Turnier unterstreicht: Defensive Sicherheit steht an erster Stelle und vorne helfen Standards. Eigene Chancen aus dem Spiel heraus waren dementsprechend Mangelware und entstanden vermehrt erst in der Schlussphase, als Frankreich müde war und offensiver spielen musste. Die beiden besten Chancen vergab der eingewechselte André Schürrle freistehend.

Die Frage nach Lahms Position wurde mit dessen Rückversetzung auf die rechte Verteidigerposition beantwortet. Dass es für beide Einsatzgebiete gute Argumente gibt, unterstrich einmal mehr dieses Spiel. Unter dem Strich muss man festhalten: Gut, dass wir einen Lahm haben, egal wo er spielt. Ein Flankengott wird er zwar nicht mehr, aber Pass- und Zweikampfstärke sind zwei Eigenschaften, die auf beiden Positionen gefragt sind. Interessant war, dass Schweinsteiger und Khedira beide über 90 Minuten ran durften, obwohl sie gegen Ende deutlich mit der Puste zu kämpfen hatten. Erlöst wurden stattdessen Özil und Kroos.

Diese Wechsel waren auch ein deutliches Zeichen Löws, dass er mit einem Erfolg nach 90 Minuten rechnete – durch eine Verlängerung hätte es die Doppelsechs nicht geschafft, die zudem beide schon eine gelbe Karte gesehen hatten. Dass das letztendlich hinkam, lag auch an Manuel Neuer, der in der letzten Szene des Spiels in unnachahmlicher Manier einen Schuss von Benzema mit einer Faust parierte (Foto s. unten). Auch vorher war er immer sicher zur Stelle, wenn es gefährlich wurde, wenn dieses Mal auch eher seine klassischen Torwartfähigkeiten gefragt waren.

Damit steht Deutschland zum vierten Mal in Folge im Halbfinale und darf sich auf den Gastgeber (oder dessen Bezwinger) freuen. Möge sich der nächste am neuen Löw’schen Fußball die Zähne ausbeißen. Weiterlesen