Diese sieben Nationalspieler sind nicht in Deutschland geboren

Die Nationalmannschaft wird diesen Sommer in Russland versuchen, die Weltmeisterschaft zum zweiten Mal in Folge und insgesamt zum fünften Mal zu gewinnen. Einige der Stammspieler der ersten Mannschaft haben eine doppelte Staatsbürgerschaft. Auch einige Nationalspieler, die Deutschland in der Vergangenheit vertreten haben, sind nicht dort geboren.


Die derzeitigen Titelverteidiger werden als Favoriten für den Turniersieg in Russland gehandelt und Angreifer Timo Werner ist in laut wette online einer der wahrscheinlichsten Kandidaten, Torschützenkönig zu werden. Noch steht Werner nicht kurz davor den Rekordtorschützen im deutschen Team und der Weltmeisterschaft Miroslav Klose zu überholen. Im Jahr 2014 schoss Klose sein 16. Weltmeisterschaftstor und brach damit den Rekord des brasilianischen Angreifers Ronaldo: es war das Tor im Halbfinale gegen Brasilien, welches Deutschland mit einem historischen Resultat von 7:1 gewonnen hat.

Obwohl er der Rekordhalter des deutschen Teams ist, wurde Klose gar nicht in Deutschland geboren, sondern in Oppeln in Polen. Sein Vater Jozef war ebenfalls Fußballspieler, der in Polen geboren ist, aber die deutsche Staatsbürgerschaft besaß und Mitte der 80er Jahre nach Kusel in Rheinland-Pfalz zog. Miroslav spielte in seiner Jugend von 1987 bis 1998 für den regionalen Club SG Blaubach-Diedelkopf, bevor er zum FC 08 Homburg wechselte. Klose spielte ausserdem für Kaiserslautern, Werder Bremen, Bayern München und Lazio, gewann zweimal die deutsche Meisterschaft in der 1.Bundesliga und die Coppa Italia in seiner 17-jährigen Karriere als Profi.

Gerald Asamoah verließ Ghana im Jahr 1990, als er 12 Jahre alt war und begann seine Karriere in der Jugend vom VfV Hainholz, blieb dort aber weniger als ein Jahr. 1994 war er zur Jugendarbeit von Hannover 96 gewechselt, wo er nach zwei Spielzeiten in der Jugendmannschaft ins Profiteam geholt wurde, wo er bis 1999 blieb. Er wechselte zu Schalke 04 und spielte 11 Jahre lang für den Gelsenkirchener Club, mit dem er zahlreiche Cups gewann. Asamoah lief 43 mal für Deutschand auf, wobei vier davon Weltmeisterschaftsspiele waren und diese jeweils nur als Auswechselspieler. Sein größtes Spiel war das gegen Brasilien im Finale der Weltmeisterschaft 2002, wo er in der 77. Minute eingewechselt wurde, aber seinem Team leider auch nicht mehr helfen konnte, den 0:2 Rückstand aufzuholen.

Obwohl er in Jugoslawien geboren wurde, vertrat Marko Marin Deutschland im Jahr 2010 bei der Weltmeisterschaft in Südafrika. Er lief zweimal mit auf, spielte beide Male aber nur als Auswechselspieler, bei dem 4:0 Sieg gegen Australien und der 0:1 Niederlage gegen Serbien. Nach der Niederlage gegen Serbien wurde Marin nicht mehr eingesetzt und wurde seitdem auch nicht mehr in die Nationalmannschaft berufen.

Oliver Neuville wurde in Locarno in der Schweiz geboren und verbrachte ein Jahr als Spieler in Locarnos Jugendmannschaft, bevor er seine Profikarriere in Servette begann. Neuvilles Höhepunkt auf Clubebene war der Moment als er mit Bayer Leverkusen das Champions League Finale gegen Real Madrid bestritten hatte. Er schoss zehn Tore für die Nationalmannschaft und zwei weitere Weltmeisterschaftstore, das erste 2002 gegen Paraguay und das zweite 2006 gegen Polen in der Nachspielzeit der Gruppenrunde.

Ende der 1980er zog Piotr Trochowski mit seiner Familie von Polen nach Hamburg und war von 1999 bis 2005 bei Bayern München unter Vertrag. Er wechselte 2005 dann zum Hamburger SV und half dem Team in seiner ersten Saison dort dabei sich für die Champions League zu qualifizieren. Trochowski lief zwischen 2006 und 2010 35 Mal für Deutschland auf und war Teil des Teams, das bei der Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 auf dem dritten Platz landete.

Lukas Podolski, zog, genau wie Trochowski und Klose, von Polen nach Deutschland, wo er für den Jugendkader des 1.FC Köln spielte. Er wollte zuerst für Polen spielen, wurde jedoch vom damaligen Nationaltrainer der Polen, Pawel Janas, abgelehnt. Er debütierte für die deutsche Mannschaft, nachdem er vom damaligen Manager Rudi Völler 2004 aufgestellt wurde und war seitdem in jedem internationalen Turnier Teil der Nationalmannschaft. Nachdem er sich 2017 aus dem internationalen Fußball zurückgezogen hat, wird er bei der Weltmeisterschaft 2018 jedoch nicht mehr dabei sein.

Im Februar 2009 bekam der brasilianische Stürmer Cacau die deutsche Staatsbürgerschaft, nachdem er 2001 nach Nürnberg gewechselt war. Nachdem er 2003 nach Stuttgart gewechselt war, erzielte er jede Saison zweistellige Torergebnisse und als er 2009 nicht für Brasilien aufgestellt wurde, rief ihn Joachim Löw an und berief ihn stattdessen ins deutsche Team. Am 29.Mai 2009 hatte er sein Debüt, als er in einem Freundschaftsspiel gegen China für Mario Gomez eingewechselt wurde. Er wurde für die Weltmeisterschaft 2010 ins Team berufen und erzielte sein erstes und einziges Tor in einem internationalen Spiel beim 4:0 Sieg über Australien in den Gruppenrunde.

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