Archiv der Kategorie: Weltfußball

Premier League – Saisonzwischenstand der Top fünf

11 Spiele sind in der Premier League gespielt; Zeit, ein Zwischenfazit der „Big Five“ zu ziehen. Manchester City, Chelsea, Liverpool, Tottenham und Arsenal – wer hat wie performt?

Manchester City

Der amtierende Meister ist auch dieses Jahr der Topfavorit auf den heiß begehrten Premier League-Titel. Mit 29 Toren zeigt sich die Offensive von Pep Guardiola bislang eindeutig am gefährlichsten und das, obwohl Spielmacher Kevin de Bruyne die längste Zeit verletzt ausfiel. Doch auch die Hintermannschaft der Skyblues verteidigte souverän und sicher. Aymeric Laporte, John Stones und Co ließen in elf Spielen nur vier Gegentore zu – ebenfalls Ligabestwert. Trainer Pep Guardiola rotiert sehr viel und fast jeder Spieler bedankt sich für seinen Einsatz mit einer Topleistung. Besonders im Angriff ist der Konkurrenzkampf sehr groß. Hervorzuheben ist Raheem Sterling, der mit elf Torbeteiligungen in neun Spielen brillierte. Die großen Rivalen sind im Vergleich zum letzten Jahr etwas näher dran, aber Manchester City hat, besonders in der Breite, immer noch den stärksten Kader und wird daher nur sehr schwer zu biegen sein.

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Aubameyang will Arsenal wieder auf Kurs bringen

Gegen den viertplatzierten Chelsea, der 13 Spiele der Saison hat, liegt Arsenal derzeit acht Punkte hinter dem Tabellenführer. Arsenal braucht bis zum Ende der Saison einen enormen Aufschwung, um seine Ziele zu erreichen.

Für Arsenal war es in der Premier League sicher eine schwierige Saison. Die Gunners sind in punkto Kampf um den Titelverteidiger Manchester City weit von der Konkurrenz entfernt und sehen sich derzeit als Außenseiter im Kampf um einen Platz unter den ersten Vier, durch den die Mannschaft von Arsene Wenger in der kommenden Saison in die Champions League zurückkehren könnte.

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Der unwahrscheinlichste Coup

Der deutsche Fußballfan an sich kennt sich im Allgemeinen doch sehr gut aus, wenn es um seinen Lieblingssport geht. Vielleicht geht er gerne zum lokalen Kreisligisten, spielt dort sogar selbst oder liest doch zumindest die Ergebnisspalte in der Lokalzeitung. Je weiter er von zu Hause weggeführt wird, desto schwammiger werden diese Kenntnisse jedoch. Wer bekommt schon aus dem Kopf die komplette erste Liga Frankreichs zusammen?

Ich schreibe das mit der vollen Überzeugung, selbst ein Fußballverrückter zu sein. Wenn Fußball gespielt wird, schaue ich es mir an. Warum auch nicht? Nun hat Frankreich nicht gerade die spannendste Liga. Paris und dann lange nichts mag ein paar Neureiche aus dem arabischen Raum begeistern, aber sicher nicht den gewöhnlichen deutschen Fan. Viermal hintereinander wurden Ibrahimovic und Co. gerade Meister mit teils lächerlich großem Vorsprung. Na klar, das taten die Bayern auch, aber die spielen immerhin direkt vor der Haustür.

Kleinstadt-Klub braucht noch einen Sieg

Das bringt uns zum Coup. Nicht in der sich der Sommerpause zuwendenden Bundesliga oder Ligue 1, sondern im beschaulichen kleinen Uruguay. Bekannt durch Weltklassespieler wie Luis Suárez, Edinson Cavani oder Diego Godín, die gewöhnlich in ihren Teenager-Jahren das Land nach Europa verlassen, dümpelte die Liga im gewohnten Trott vor sich hin. Nacional und Peñarol Montevideo machten den Titel wie üblich unter sich aus, bis in diesem Jahr ein Aufsteiger für ungeahnte Furore und Spannung sorgte. Weiterlesen

23+1 Thesen zur Dominanz

Spanische Verhältnisse, schottische Verhältnisse – die Liga rätselt, wie die Dominanz der Bayern gebrochen werden kann. Neue Bestmarken der Münchner knacken alte Bestmarken der Münchner, Last-Minute-Transfers wie Alonso und Benatia stemmt die nationale Konkurrenz nicht mal mit einem Jahr Vorbereitungszeit. 23+1 Thesen zur Dominanz – der Bayern, des Geldes, der Retortenklubs, des modernen Fußballs:

  1. Entscheidend ist nicht mehr nur auf dem Platz.
  2. Eine Krise kann eine Niederlage gegen Bayern beinhalten, wird aber nie durch eine solche begründet.
  3. Konkurrenz belebt das Geschäft.
  4. 50+1 muss weg.
  5. Leipzig wird eher Deutscher Meister als Bremen, Hamburg oder Stuttgart. Weiterlesen

The Raumdeuter.

Deutscher Meister, Pokalsieger, Champions League-Gewinner, Klubweltmeister, Weltmeister, WM-Torschützenkönig – Thomas Müller hat in seiner immer noch jungen Karriere fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Gestern ereilte ihn eine weitere Auszeichnung, die wohl kaum einer in Deutschland – wahrscheinlich am wenigsten er selbst – zur Kenntnis genommen hat. In England wurde ihm ein Denkmal errichtet.

Hm. Tja, was bin ich? Raumdeuter? Ja, ich bin ein Raumdeuter. Das wäre doch eine gute Überschrift, oder?
— Thomas Müller im Interview mit der SZ am 9. Januar 2011

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