Archiv der Kategorie: Kinder der Liga

Ehemalige Größen, schwarze Schafe, Verirrte und ewig Junggebliebene: die Bundesliga hat viele Kinder. Wir schauen, was sie heute so machen und erinnern an alte Glanz- und Schandtaten.

Max Kruse

Schießt Kruse Bremen entspannt zum Klassenerhalt?

Max Kruse hat seit seiner Rückkejr zu Werder Bremen letzten Sommer einen Top-Start für das Team von Coach Nouri hingelegt. Ein Tor nach dem anderen hat er für die Bremer geschossen, bis ein Schlüsselbeinbruch ihm in die Quere kam. Wird Kruse bis zum Ende der Saison noch öfter jubeln und Bremen in der Klasse halten, dürfte sein Heldenstatus bei den Fans von Werder Bremen zemetiert sein. Dennoch: Die Gerüchteküche brodelt heftig um den sympathischen 29-jährigen Fußballprofi. Wie die Chancen mit Kruse für die schon wieder in die Zielgerade einbiegende Saison aussehen, gucken wir uns heute etwas genauer an.

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Der ewige Klose

Es war der erwartete Abschied: Nicht nur, dass, sondern vor allem wie Miroslav Klose sich aus der Nationalmannschaft verabschiedet hat. Verkündet hat es der DFB, es gab keine Pressekonferenz, keine Zeitungskolumne, kein Interviewmarathon. Nein, Klose ging, wie es seinem Charakter entspricht: Leise, zurückhaltend, demütig. So kennt ihn Fußballdeutschland seit mehr als dreizehn Jahren, so wird es ihn in Erinnerung behalten. Ihn – und seine Tore.

71 an der Zahl hat er mit dem Adler auf der Brust erzielt und damit das geschafft, woran Generationen deutscher Stürmer gescheitert sind: eine Gerd-Müller-Bestmarke knacken. Auch hier zeigt sich sein Charakter: Nicht seine Quote beeindruckt (hier wird Müller wohl unerreicht bleiben), sondern seine Ausdauer und Professionalität, mit der er weit über eine Dekade auf höchstem Niveau Fußball spielen konnte. 32 seiner Länderspieltore erzielte er nach seinem 30. Geburtstag.

Rumpeln und Rio

Welch weiten Weg er seinen „Kadaver“ (Klose über Klose) geschleppt hat, zeigt ein Blick zurück auf sein Debüt.
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Fredi und Bala am Schwarzen Meer

Heute vor fünf Jahren trat Fredi Bobic seinen neuen Job an. Mit vielen Ideen im Gepäck, einen alten Weggefährten an seiner Seite wird er Geschäftsführer bei … Chernomorets Burgas. Burgas liegt am Schwarzen Meer in Bulgarien, hat 230.000 Einwohner – und beheimatet einen drei Jahre alten Verein, der in Liga 3 startete und sofort in die höchste Spielklasse durchmarschierte. Weiterlesen

Der König der Eigentore ist tot, lang lebe der König von Mainz!

Von Aleix Gwilliam.

Mazedoniens berühmtester König lebte vor etwa 2.400 Jahren: Alexander der Große. Was einst die Wiege seines Weltreichs gewesen ist, spielt heute in Europa politisch eine untergeordnete Rolle – auch fußballerisch vermisst man neue Schlagzeilen. Seit Darko Pančev in den späten 80ern und frühen 90ern für Roter Stern Belgrad brillierte, hat Mazedonien keinen Spieler mehr hervorgebracht, der für größere Furore gesorgt hätte. Pančev selbst verschwand nach wenigen überragenden Saisons über Inter, VfB Leipzig und Borussia Mönchengladbach in der Versenkung. Sein legitimer Nachfolger schien Goran Pandev zu sein, doch auch er fiel in den letzten zehn Jahren eher aufgrund häufiger Vereinswechsel innerhalb Italiens auf. In Rheinland-Pfalz aber gibt es einen Mazedonier, der mächtig Eindruck hinterlässt – nachdem er zuerst ein paar Probleme bewältigen musste …

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Der Aufsteiger, der Meister wurde:
Kaiserslautern 1998

In dieser neuen Serie blicken wir zurück auf die Kader großer Teams der Vergangenheit – und bieten einen kleinen Überblick darüber, was die Legenden und Legendchen von gestern heute so tun. Zum Start darf ich mit einer Mannschaft beginnen, die mich persönlich geprägt hat wie kaum eine andere: Die sensationelle Aufsteiger-Meister-Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern 1997/98!

Mit dabei: die ungewöhnliche Dreifachtätigkeit eines ewigen Talentes, ein erfolgloser Vize-Europameister, Trapattonis gescheiterter Co-Trainer – und ein geschorener Harry Koch.

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