Kategorie-Archiv: Kinder der Liga

Ehemalige Größen, schwarze Schafe, Verirrte und ewig Junggebliebene: die Bundesliga hat viele Kinder. Wir schauen, was sie heute so machen und erinnern an alte Glanz- und Schandtaten.

Der ewige Klose

Es war der erwartete Abschied: Nicht nur, dass, sondern vor allem wie Miroslav Klose sich aus der Nationalmannschaft verabschiedet hat. Verkündet hat es der DFB, es gab keine Pressekonferenz, keine Zeitungskolumne, kein Interviewmarathon. Nein, Klose ging, wie es seinem Charakter entspricht: Leise, zurückhaltend, demütig. So kennt ihn Fußballdeutschland seit mehr als dreizehn Jahren, so wird es ihn in Erinnerung behalten. Ihn – und seine Tore.

71 an der Zahl hat er mit dem Adler auf der Brust erzielt und damit das geschafft, woran Generationen deutscher Stürmer gescheitert sind: eine Gerd-Müller-Bestmarke knacken. Auch hier zeigt sich sein Charakter: Nicht seine Quote beeindruckt (hier wird Müller wohl unerreicht bleiben), sondern seine Ausdauer und Professionalität, mit der er weit über eine Dekade auf höchstem Niveau Fußball spielen konnte. 32 seiner Länderspieltore erzielte er nach seinem 30. Geburtstag.

Rumpeln und Rio

Welch weiten Weg er seinen „Kadaver“ (Klose über Klose) geschleppt hat, zeigt ein Blick zurück auf sein Debüt.
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Fredi und Bala am Schwarzen Meer

Heute vor fünf Jahren trat Fredi Bobic seinen neuen Job an. Mit vielen Ideen im Gepäck, einen alten Weggefährten an seiner Seite wird er Geschäftsführer bei … Chernomorets Burgas. Burgas liegt am Schwarzen Meer in Bulgarien, hat 230.000 Einwohner – und beheimatet einen drei Jahre alten Verein, der in Liga 3 startete und sofort in die höchste Spielklasse durchmarschierte. Weiterlesen

Der König der Eigentore ist tot, lang lebe der König von Mainz!

Von Aleix Gwilliam.

Mazedoniens berühmtester König lebte vor etwa 2.400 Jahren: Alexander der Große. Was einst die Wiege seines Weltreichs gewesen ist, spielt heute in Europa politisch eine untergeordnete Rolle – auch fußballerisch vermisst man neue Schlagzeilen. Seit Darko Pančev in den späten 80ern und frühen 90ern für Roter Stern Belgrad brillierte, hat Mazedonien keinen Spieler mehr hervorgebracht, der für größere Furore gesorgt hätte. Pančev selbst verschwand nach wenigen überragenden Saisons über Inter, VfB Leipzig und Borussia Mönchengladbach in der Versenkung. Sein legitimer Nachfolger schien Goran Pandev zu sein, doch auch er fiel in den letzten zehn Jahren eher aufgrund häufiger Vereinswechsel innerhalb Italiens auf. In Rheinland-Pfalz aber gibt es einen Mazedonier, der mächtig Eindruck hinterlässt – nachdem er zuerst ein paar Probleme bewältigen musste …

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Der Aufsteiger, der Meister wurde:
Kaiserslautern 1998

In dieser neuen Serie blicken wir zurück auf die Kader großer Teams der Vergangenheit – und bieten einen kleinen Überblick darüber, was die Legenden und Legendchen von gestern heute so tun. Zum Start darf ich mit einer Mannschaft beginnen, die mich persönlich geprägt hat wie kaum eine andere: Die sensationelle Aufsteiger-Meister-Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern 1997/98!

Mit dabei: die ungewöhnliche Dreifachtätigkeit eines ewigen Talentes, ein erfolgloser Vize-Europameister, Trapattonis gescheiterter Co-Trainer – und ein geschorener Harry Koch.

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Aufstieg und (Aus-)Fall des H. Badstuber

Vor einem Jahr, genauer am 16.10.2012, fand das denkwürdige Hinspiel in der WM-Quali gegen Schweden statt. Zur Erinnerung: Nach überragenden 55 Minuten stand es 4-0 für Deutschland, doch nach einem schwedischen Doppelschlag (62./64.) geriet die deutsche Mannschaft plötzlich dermaßen ins Schwimmen, dass die eindrucksvolle erste Stunde wie aus einer anderen Zeit schien. Mit dem Schlusspfiff kamen die Tre Kronors durch Elm noch zum Ausgleich.

Ein Spiel für die Geschichtsbücher – und eins, das für viel Gesprächsstoff sorgte. „Mit einem Bender wäre das nicht passiert!“ soll der Legende nach ein angefressener Schweinsteiger, der auf der Doppelsechs von Kroos flankiert wurde, in der Kabine gebrüllt haben. Dass aber die Herren Schweinsteiger, Lahm, Neuer, Mertesacker und Klose durchaus auf dem Platz standen, rief in der Folge eine neue Führungsspieler-Diskussion hervor. Salz in die Wunden, die durch die bittere Niederlage nicht mal fünf Monate zuvor im Finale dahoam und das Ausscheiden im Halbfinale der EM2012 gegen Italien aufgerissen wurden. Horrorszenarien einer titellosen Generation wurden wieder aufgeheizt, ebenso wie eine Defensiv-Debatte.

Ein Jahr, das den deutschen Fußball veränderte

Für einen jedoch bedeutete dieses Länderspiel einen tiefen Karriereeinschnitt: Holger Badstuber trug an jenem 16. Oktober zum vorläufig letzten Mal das Trikot der Nationalmannschaft. Doch nicht die Gegentore wurden ihm, dem Abwehrspieler, zum Verhängnis; knapp zwei Wochen nach dem Spiel zog er sich einen Muskelfaserriss zu, dem fast unmittelbar ein Kreuzbandriss folgte, der ihn bis heute außer Gefecht setzt.

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Spieler, die bei Eintracht Frankfurt
die Karriere beendeten

Insgesamt 38 Spieler erlebten ihr Karriereende bei Eintracht Frankfurt – darunter ein praktizierender Arzt, ein Teenager, ein paar Invaliden und einige Vereinslegenden. Eine Auflistung von Christoph Preuß und Andi Möller über Charly Körbel und Jürgen Grabowski bis hin zu Hans Tikowski und Ivica Horvath: Weiterlesen