BVB rockt neben der Bundesliga auch die Champions League

Wenige Tage nach dem 1:0 Sieg über Bayern München hat Borussia Dortmund auch in der Champions Legaue einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. In einem denkwürdigen Spiel besiegte der BVB den polnischen Meister Legia Warschau mit 8:4. Nie zuvor fielen in einem Spiel der Königsklasse so viele Tore. Mit einem Punkt im abschließenden Gruppenspiel bei Real Madrid können die Borussen den Gruppensieg klar machen.

Marco Reus mit tollem Comeback

Nach 185 Tagen Verletzungspause gelang Marco Reus ein beeindruckendes Comeback. Der Nationalspieler führte sein Team als Kapitän aufs Feld und war mit drei Treffern (32., 52. und 90.+2) maßgeblich am Torreigen beteiligt. Dazu legte der als einzige Spitze agierende Reus noch zwei Treffer für seine Mitspieler auf. Die restlichen Werte zeugen ebenfalls von einem absolut überzeugenden Comeback. Trotz der langen Verletzungspause hielt Reus die vollen 93 Minuten durch. In dieser Zeit hatte er 47 Ballaktionen und gewann 47 Prozent seiner Zweikämpfe. Für einen Stürmer äußerst überzeugende Werte. Gleiches gilt auch für die Passquote, 88 Prozent seiner Bälle kamen beim Mitspieler an.

Riesige Löcher in den Abwehrreihen

So sehr die Offensivreihen brillierte, so schwach zeigten sich die beiden Abwehrreihen. Über die gesamte Partie ergaben sich riesige Lücken, was die vielen Tore erst möglich machte. Bei den Dortmundern war die fehlende Abstimmung in erster Linie auf die Rotation zurückzuführen. Im Vergleich zur Partie gegen die Bayern veränderte Trainer Tuchel sein Team gleich auf neun Positionen. Lediglich Marc Bartra und Weltmeister Matthias Ginter blieben aus der Startformation vom Samstag übrig.

Angesäuert zeigte sich nach der Begegnung Torhüter Roman Weidenfeller. Weil Stammtorhüter Bürki sich im letzten Bundesligaspiel die Mittelhand gebrochen hatte, kam er in dieser Saison zu seinem ersten Champions League Einsatz. Der Ärger über die vier Gegentore war Weidenfeller nach der Partie deutlich anzumerken. So ging er mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft hart ins Gericht. „In der Champions League muss man sich defensiv anders präsentieren“, so Weidenfeller nach dem Abpfiff.

Gäste mit früher Führung

In der 10. Minute gelang den Gästen durch Aleksandar Prijovic die überraschende Führung. Nach dem frühen Rückstand zeigten sich die Dortmunder nur kurz geschockt. Mit einem schnellen Doppelpack von Shinji Kagawa (17./18.) gelang vor 55.094 Zuschauern die schnelle Wende. Der BVB kam über die Außenbahn immer öfters zu gefährlichen Angriffen. Beim Stande von 2:3 aus Warschauer Sicht hätte ein Lattentreffer von Prijovic (28.) um ein Haar den Ausgleich bedeutet. Neben Marco Reus mit seinen drei Treffern waren auch Nuri Sahin (20.), Ousmane Dembélé (29.) und Felix Passlack (81.) für die Dortmunder erfolgreich. Letzterer ist somit der jüngste deutsche CL-Torschütze aller Zeiten. Die Treffer der Gäste erzielten Aleksandar Prijovic (10., 24.), Michal Kucharczyk (57.) und Nemanja Nikolic (83.).

Attacke auch in der Bundesliga

Nach dem 1:0 gegen den bisherigen Tabellenführer schalten die Dortmunder auch in der Bundesliga auf Angriff. Schließlich war es der erste Heimsieg gegen die Münchener seit mehr als vier Jahren. Zuletzt hatten die Borussen unter Trainer Jürgen Klopp zuhause über den Rekordmeister triumphiert. Obwohl die Münchener mit rund 66 Prozent Ballbesitz optisch überlegen waren, kam der Sieg nicht ganz unverdient zustande. Anders als gegen Warschau war die Defensive voll auf Augenhöhe und ließ nur wenige Tormöglichkeiten zu.

Mit einem Sieg beim Überraschungsteam von Eintracht Frankfurt möchte der BVB seine Erfolgsserie fortsetzen. Noch liegen die Dortmunder sechs Punkte hinter Spitzenreiter RB Leipzig. Die Bayern sind mit drei Punkten jedoch bereits in Reichweite. Da sich die Münchener derzeit in einer kleinen Krise befinden ist es gut möglich, dass die Dortmunder demnächst vorbeiziehen. Über mangelnde Spannung können sich die Fans in dieser Saison zumindest bisher nicht beklagen.

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