RB Leipzig riecht schon mal an der Meisterschale

Ist Leipzig nun Bayern-Jäger, Europapokal-Anwärter oder gar schon ein Titelfavorit? Die Verantwortlichen wollen von all dem noch nichts wissen. Immerhin stand das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl seit dem 3:2 Erfolg in Leverkusen am 11. Spieltag für drei Wochen auf dem ersten Platz. Ingolstadt, bisher das einzige Team das Leipzig bremsen konnte, brach den Fluch und nun stehen die Rasenportler punktegleich mit Bayern München  (nur die Tordifferenz macht den Unterschied) auf einem beachtlichen zweiten Platz.

Bei den meisten Buchmachern wie William Hill gingen die Quoten zuletzt kräftig nach unten. Ein deutliches Zeichen, dass den Leipzigern der große Wurf durchaus zugetraut wird.

Statistik sprich für Leipzig

Nach 13 Spieltagen hatte Leipzig bereits 33 Punkte auf dem Konto. Dies waren drei mehr als der 1. FC Kaiserslautern, welcher in der Saison 1997/1998 als Aufsteiger Meister wurde. Damals betrug der Vorsprung auf Verfolger Bayern München vier Punkte. Glaubt man der Statistik, steht RB Leipzig in jedem Fall vor einer erfolgreichen Saison. In der Vergangenheit wurde die Mannschaft die nach 13 Spieltagen 33 oder mehr Punkte gesammelt hatte in acht von zehn Fällen am Ende auch Meister. Lediglich der VfB Stuttgart (2003/2004) und Bayer Vizekusen Leverkusen 2001/2002 schafften dies nicht.

Geht es nach dem Dortmunder Trainer Thomas Tuchel ist RB Leipzig in jedem Fall ein Titelanwärter. Der Coach vergleicht das Team mit dem letzjährigen Sensationsmeister der Premier League, Leicester City. Bei einem Blick auf die Spielweise zeigen sich tatsächlich Gemeinsamkeiten. Wie Leicester setzen auch die Leipziger auf ein schnelles Umschaltspiel. Nach Dortmund und Bayern stellt Leipzig die drittbeste Offensive der Liga. Dazu hat Leipzig gegenüber den Konkurrenten einen großen Vorteil: Da sie bereits aus dem DFB Pokal ausgeschieden und international nicht vertreten sind, können sie sich komplett auf die Liga konzentrieren.

Showdown am letzten Spieltag

Mit acht Siegen in Folge stellte Leipzig zuletzt eine beeindruckende Serie auf. Dabei war das Team bereits gegen einige Top-Teams wie Leverkusen und Dortmund erfolgreich. Auch gegen die vermeintlich kleineren Klubs ließ das Team bisher kaum Punkte liegen. Dazu kommt, dass die Bayern als großer Favorit es derzeit an Konstanz vermissen lassen. Nach drei Jahren Dominanz unter Pep Guardiola scheinen die Münchener in dieser Saison etwas zu schwächeln. Gleiches gilt auch für Borussia Dortmund, vor der Saison als Hauptkonkurrent der Bayern angetreten. Gut möglich, dass RB Leipzig am Ende als lachender Dritter die Schale in Empfang nimmt.

Mit Spannung warten die Fans nun auf den letzten Spieltag vor der Winterpause. Am 21. Dezember ist RB Leipzig in der Münchener Allianz Arena zu Gast. Nimmt Leipzig die drei Punkte aus der bayerischen Landeshauptstadt mit, können sich auch die Verantwortlichen nicht mehr gegen die Bezeichnung Titelanwärter wehren. In jedem Fall hat diese Partie richtungsweisenden Charakter.

Das Meister-Shirt gibt es schon

Für eine mögliche Meisterfeier ist RB Leipzig bereits gerüstet. Mit einem Augenzwinkern wird im aktuellen jahrbuch 2016/2017 mit einem Meister-Shirt geworben. Noch ist es eher unwahrscheinlich, dass diese Shirts tatsächlich zum Einsatz kommt. Ein Feier-Versprechen haben die Leipziger Spieler jedoch bereits abgegeben. Sollte der große Coup tatsächlich gelingen, wollen sie zeigen, dass sie besser feiern können als der FC Bayern.

Die Verantwortlichen aus München haben RB Leipzig längst als ernst zunehmenden Konkurrenten ausgemacht. Nicht umsonst sprach Uli Hoeness nach seiner Wahl zum Präsidenten von Leipzig als „zweitem Feind neben den Dortmundern“. Auch wenn er sich für diese Bezeichnung entschuldigt hat, die Münchener wissen genau, was da am kommenden Spieltag – und in den nächsten Jahren – auf sie zukommt.

2 Gedanken zu „RB Leipzig riecht schon mal an der Meisterschale

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