Kuriose Trainerentlassungen in der Bundesliga

Wenn eine Mannschaft über einige Spieltage hinweg hinter den Erwartungen zurückbleibt, so ist nach Ansicht von Medien und Fans schnell ein Schuldiger gefunden – der Trainer. Die Entlassung des Coachs soll dann die minderwertigen Leistungen korrigieren und der Mannschaft zu neuem Erfolg verhelfen. Doch allzu oft ist eine Trainerentlassung ein Possenspiel. Die Liste an bestenfalls als kurios zu bezeichnenden Trainerentlassungen ist lang …

Rätselhafte Entlassung von Dirk Schuster beim FC Augsburg

Erst in dieser Saison kam die Entlassung von Dirk Schuster beim FC Augsburg durch den Sportdirektor Stefan Reuter recht überraschend. Der Ex-Darmstadt-Coach hatte nach Ansicht der Verantwortlichen die taktische Philosophie von den Fuggerstädtern nicht genug in die Spielpraxis eingebracht – doch wer Dirk Schuster von seiner Tätigkeit bei Darmstadt kennt, weiß, dass er eine etwas spezielle Spielweise pflegt. Das wusste man bei der Verpflichtung. Die Punktausbeute der Augsburger war dann auch gar nicht schlecht, als plötzlich die Nachricht in den Medien auftauchte, dass man Dirk Schuster sofort entlassen würde. Manuel Baum aus dem Augsburger Nachwuchs übernahm den Job. Da die Entlassung von Dirk Schuster etwas rätselhaft blieb, machten schnell Gerüchte zu den Gründen die Runde.

Von der eigenen Entlassung auf der Pressekonferenz erfahren

Doch immerhin durfte Dirk Schuster einige Spieltage lang Trainer seiner Mannschaft bleiben, bis er entlassen wurde. Im Jahr 2009 wurde der Mainzer Coach Jörn Andersen bereits vor dem Beginn der Saison wieder entlassen – nach einer Niederlage in der ersten Pokalrunde im DFB-Pokal.

Gerade liebevoll ging die Vereinsführung vom TSV München auch nicht mit Falko Götz um. Er erfuhr während einer Pressekonferenz nach einer Niederlage von den Journalisten von seiner eigenen Entlassung und zweifelte diese dann auch öffentlich an, da ihm der Klub-Präsident zuvor noch eine Jobgarantie gegeben hatte.

Einige Trainer haben ihre eigene Entlassung durchaus provoziert – und zwar nicht durch die schlechte Leistung ihrer Mannschaft. So ließ sich Aad de Mos als Trainer von Werder Bremen bei der Weihnachtsfeier dazu hinreißen, vor Journalisten den folgenden Satz fallen zu lassen: „Es wird nie etwas aus diesem Verein.“ Kurze Zeit später musste er seinen Platz räumen. Unvergessen bleibt auch die Entlassung von Christoph Daum als Trainer von Bayer Leverkusen, als ihm Kokainkonsum nachgewiesen werden konnte – nachdem Uli Hoeneß einen entsprechenden Verdacht gegen ihn geschürt hatte.

Nicht nur die Leistungen der einzelnen Mannschaften, auch jene der Trainer steht an jedem Spieltag erneut zur Debatte – nicht nur am Stammtisch und in den Gazetten. Trainerentlassungswetten befassen sich damit, welcher Coach als nächstes von seinen Aufgaben entbunden wird oder selbst das Handtuch wirft. Die Quoten, die ein einzelner Trainer hierbei erhält, geben Aufschluss über sein Standing im Verein und die Sicherheit seines Jobs.


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