Horst Heldts Wechsel nach Wolfsburg geplatzt – vorerst

Die Ausgangslage war klar: der VfL Wolfsburg wollte Hannovers Manager Horst Heldt und Horst Heldt wollte nach Wolfsburg. Doch der Transfer scheiterte am Veto von Hannovers Klubboss Martin Kind. Vorerst. Denn in der Sommerpause könnte Runde Zwei der Verhandlungen folgen.

Das Einvernehmen zwischen Horst Heldt und Wolfsburg bestätigt der erfahrene Manager, der vor Hannover 96 bereits beim VfB Stuttgart und bei Schalke 04 Verantwortlicher war, selbst: „Ich habe Herrn Kind am Montag mitgeteilt, dass es mein Wunsch ist, nach Wolfsburg zu gehen. Die Vereine haben gesprochen und verhandelt. Bis zur zeitlichen Deadline von Herrn Kind für Donnerstag kam es zu keiner Einigung,“ schildert er den zeitlichen Ablauf der Dinge aus seiner Sicht.

Seinen Wunsch Hannover 96 und das Angebot aus Wolfsburg ist für ihn etwas ganz Natürliches im Profigeschäft. Denn „das Interesse anderer Vereine ist auch immer eine Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Sowohl bei Spielern als auch bei Trainern und Managern.“ Der 48-Jährige will nun seine Arbeit wie bisher bei Hannover fortführen. Störungen in der Zusammenarbeit mit dem mächtigen Mann in Hannover Martin Kind oder anderen Vereinsverantwortlichen befürchtet Heldt nicht. „Nur durch einen 100-prozentigen Fokus auf die jeweilige Aufgabe konnte ich in meiner bisherigen 11-jährigen Karriere als Manager immer alle Zielvorgaben erreichen. Glauben Sie mir, diese Haltung und der Anspruch an mich selbst ist ungebrochen.“

Folgt in der Sommerpause die nächste Verhandlungsrunde?

Zumindest bis zum Saisonende liegt Heldts Konzentration also wieder auf seiner Aufgabe in Hannover. Ob es für ihn noch länger an der Leine weitergehen wird, ist dennoch fraglich. Denn zweierlei Faktoren führten zum Aus der Verhandlungen zwischen den Wölfen und 96: einerseits die Ablöseforderungen, andererseits – und noch entscheidender – der Zeitpunkt der Kontaktaufnahme. Kind wollte wenige Wochen und mit dem Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tüchern keinen führenden Mitarbeiter aus dem Verein scheiden lassen. Das Wolfsburger Interesse beschränkt sich zudem nicht nur auf Horst Heldt, sondern umfasst auch dessen Stab samt Scouts. Das online-Magazin Sportwetten24 geht davon aus, dass die Wölfe in den kommenden Wochen und Monaten nochmals einen Anlauf starten werden in Sachen Heldt.

Dass Kind diese gewachsenen Strukturen nicht Hals über Kopf am Saisonende abgeben wollte, ohne Vorbereitungen getroffen zu haben, ist offensichtlich. Außerdem habe sich das Wolfsburger Angebot zu weit von den 5 Mio. Euro entfernt bewegen sollen, ab denen der Hannoveraner Macher verhandlungsbereit sei. Und anders als Heldt sieht Kind auch das zwischenmenschliche Verhältnis nicht mehr als unbelastet an. Schließlich handelt es sich beim Wunsch nach Wolfsburg zu wechseln, schon um den zweiten Abwanderungsversuch Heldts in dieser Saison. Ein Wechsel nach Köln früher in dieser Spielzeit wurde von Kind ebenfalls vereitelt. Auch der HSV soll Horst Heldt weit oben auf seinem Zettel der interessanten Sportdirektoren haben. Zukunft offen!

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